


Lassen Sie uns über die Trends in den sozialen Netzwerken im Jahr 2026 sprechen:
Erstens, es gibt einen neuen Trend: Jetzt setzen sich diejenigen durch, die sinnvolle Beiträge veröffentlichen, und nicht diejenigen, die häufig posten.
Das bedeutet die Rückkehr langer Videos, denn die Menschen sind der „Dopamin-Snacks” überdrüssig. Sie wollen Geschichten, die einen langen „Nachgeschmack” hinterlassen.
Daten von Upskillist für September 2025: Long-Form-Videos erzielen 10-mal mehr Aufrufe und 5-mal mehr inhaltliche Kommentare. TikTok hat bereits 10-minütige Videos eingeführt, YouTube hält mehr als 50 % der globalen Watch-Time.
Der zweite Trend ist nicht weniger stark: Experten mit personal brands kommen ins Spiel. Nicht Influencer für alles, sondern Menschen mit echten Kompetenzen.
LinkedIn zeigt einen starken Anstieg der Nachfrage nach Autoritäten in Nischenbereichen.
Im Jahr 2026 wird ein Experte mit 50.000 engagierten Followern mehr geschätzt als ein Influencer mit einer Million Followern ohne Erfahrung.
Marken wechseln von „Gib uns Reichweite” zu „Gib uns Vertrauen”.
Das bedeutet, dass das Publikum verstehen will, wie du denkst, und nicht, was du bewirbst.
Der dritte Trend: Soziale Netzwerke werden zu neuen Suchmaschinen. 64 % der Generation Z suchen auf TikTok, und 40 % der Produkte werden über die Videosuche auf Instagram und YouTube gefunden.
Die Plattformen indexieren Überschriften, Untertitel und Kommentare. Wenn es keine Schlüsselwörter gibt, existierst du einfach nicht.
Früher haben wir SEO mit Google gleichgesetzt, heute umfasst SEO TikTok-Bildunterschriften, YouTube-Titel und Instagram-Schlüsselwörter.
Der vierte Trend: Virtuelle Influencer sterben aus. Marken stellen ihre Investitionen ein, weil das Publikum digitalen Avataren keinen Glauben schenkt. Die Menschen wollen einen lebenden Menschen spüren, kein synthetisches Bild.
Die individuelle menschliche Botschaft ist besonders wertvoll. Sie wirkt wie eine kaum wahrnehmbare Stimme inmitten des Lärms greller Bilder und endloser Ströme vereinfachter Texte. Dadurch erreicht die Kommunikation zwischen Menschen eine ganz neue Ebene, auf der die persönliche, nicht durch Maschinen gefilterte Ausdrucksweise an Bedeutung gewinnt. Fehler, Tippfehler und kleine Ungenauigkeiten werden dabei als etwas wirklich Menschliches wahrgenommen. Ähnlich wie das Knistern einer Schallplatte oder die Fehler in einer Magnetaufnahme verleihen sie den Inhalten Wärme und Lebendigkeit – im Gegensatz zur sterilen Reinheit des digitalen Klangs.
Unsere Überlegung: Soziale Netzwerke treten in eine Phase der Reife ein: weniger Lärm, mehr Sinn; weniger Masken, mehr Fachwissen; weniger Hektik, mehr Suche. Wir treten in eine Ära ein, in der nicht derjenige gewinnt, der lauter ist, sondern derjenige, der tiefer geht. Nicht derjenige, der schneller rennt, sondern derjenige, der etwas zu sagen hat.
Entspricht das Ihren Empfindungen?
Welche Trends sehen Sie?